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Unsere Tipps für deinen Aufenthalt mit Kind in Kapstadt

Vier wundervolle Wochen waren wir in Hout Bay, einem Vorort von Kapstadt und haben von dort die Kaphalbinsel und das westlich von Kapstadt gelegene Weinanbaugebiet erkundet. Die Region ist unglaublich vielseitig und bietet für Familien eine breite Palette an Unternehmensmöglichkeiten. Wir hätten noch einige Wochen länger bleiben können, ohne dass uns langweilig geworden wäre.

  • Sicherheit

    Für viele ist bei einer Reise mit Kindern vor allem der Punkt „Sicherheit“ von großer Bedeutung. Um es direkt vorweg zu nehmen: Wir haben uns in Kapstadt nie unsicher gefühlt, haben uns aber natürlich an die gängigen Sicherheitsempfehlungen gehalten. Hierzu gehören beispielsweise nicht nach Einbruch der Dunkelheit auf der Straße sein, keine Ausflüge alleine in Townships machen, möglichst keine Wertsachen offen zur Schau stellen und wenig Bargeld mit sich führen. Da wir kleine Kinder haben, war die Sicherheitsempfehlung bei Dunkelheit nicht mehr auf der Straße zu sein ohnehin keine Einschränkung für uns.
    Ein Großteil der Kriminalität findet in den Cape Flats statt, der Ebene hinter der Kaphalbinsel, die aus zahlreichen Townships besteht und in der während der Apartheit viele (nicht weiße) Menschen umgesiedelt wurden.

    Khayelitsha in den Cape Flats

    Khayelitsha in den Cape Flats

    Außerhalb der Townships sind eigentlich alle Häuser mit Alarmanlagen ausgestattet, oft von hohen Mauern umgeben und es werden meist private Sicherheitsdienste beschäftigt. Viele Besitzer halten sich auch große Hunde, die das Grundstück zusätzlich bewachen. Das hört sich vielleicht alles abschreckend an, sollte euch aber auf keinen Fall davor abbringen diese tolle Stadt zu besuchen.
    Wir haben uns tagsüber ganz normal wie in anderen Großstädten bewegt. Das Auto kann man ohne Sorge überall abstellen, da es in nahezu jeder Straße und jedem Parkplatz Parkplatzwächter gibt, die sich ein paar Rand damit verdienen auf die geparkten Autos aufzupassen.

  • Wohnen

    Wir haben in Hout Bay gewohnt und waren mit unserer Entscheidung nicht direkt in Kapstadts Zentrum zu wohnen sehr glücklich. Wir können euch Hout Bay als idealen Ort für Unternehmungen der gesamten Kaphalbinsel wärmstens empfehlen. Die Fahrtzeiten betragen in alle Richtungen circa eine halbe Stunde. Einzig zum Kap und nach Franschhoek benötigt man knappe 1,5 Stunden, die man aber mit einer Fahrt über den Mittagsschlaf (sofern die Kinder noch Mittagsschlaf machen) oder mit ein paar Zwischenstopps gut bewältigen kann.
    Hout Bay selbst bietet einem neben einer guten Infrastruktur (Einkaufszentrum, familienfreundliche Restaurants und Cafés, deutsch sprechender Kinderarzt, Strand in der Nähe) auch eine Fülle von Unternehmungsmöglichkeiten. Beispielsweise haben wir die Robbeninsel Duiker Island, World of Birds und das Township Imizamo Yethu besucht. Unsere Große war mehrfach Pony reiten und wir haben manches kinderfreundliche Restaurant und Café getestet.
    Ebenfalls ans Herz legen wollen wir euch unsere unglaublich tolle Unterkunft „Tree House“ mit unseren Hosts Adele und Leander, die wir bei AirBnB gefunden haben. Sie haben ebenfalls zwei Kinder und ihre Unterkunft ist sehr kindgerecht. Der Garten ist traumhaft angelegt und bietet zahlreiche Spielmöglichkeiten (Kletterturm, Rutsche, Sandkasten, Astschaukel, Seilrutsche, kleiner Swimmingpool, kleiner Teich mit Fischen, eine Katze und einen kinderlieben Hund). Adele hat uns mit vielen Tipps in der Umgebung versorgt, die Kinder haben viel zusammen gespielt und zwei Mal haben wir einen gemeinsamen Grillnachmittag gemacht.

    Garten des Tree House in Hout Bay

    Garten des Tree House in Hout Bay

  • Restaurants/Cafés

    Wir haben meist zu Hause gegessen, ein bis zwei Mal die Woche sind wir aber auch in einem der vielen kinderfreundlichen Restaurants Essen gegangen, was wir sehr genossen haben, da es dort meist einen Spielplatz oder ähnliches gibt.

    • Black & Brew in Hout Bay

      Dieses Café/Bistro hat uns sehr gut gefallen. Es gibt einen riesigen Außenbereich mit Spielplatz, Trampolin, Hüpfburg, frei laufenden Hühnern und einem kleinen Streichelzoo. Für Regentage gibt es auch eine nette Spielecke im Lokal. Für die Kleinsten gibt es Hochstühle und Wickeltisch sowie eine Kinderkarte. Wir waren dort am Nachmittag und haben die Kuchen und Muffins getestet, die wir sehr lecker fanden.

      Black and Brew Kinder Café in Hout Bay

      Black and Brew Kinder Café in Hout Bay

    • Dunes in Hout Bay

      Die Lage dieses Restaurants direkt am Strand von Hout Bay ist klasse. Für Familien mit kleinen Kindern sind einige Tische direkt um das große Klettergerüst, die Schaukeln und das Spielboot arrangiert. Hochstühle und Kinderkarte sind ebenfalls vorhanden. Einziger Minuspunkt ist, dass das Essen dort eher durchschnittlich ist. Also besser nur zum Kaffee trinken hingehen.

      Dunes Café in Hout Bay

      Dunes Café in Hout Bay

    • Spiro’s in Hout Bay

      Das griechische Lokal direkt an der Hauptstraße von Hout Bay bietet eine leckere griechische Küche an. Es gibt ein eigenes Spielzimmer für die Kinder und Schaukelringe und Reck im Außenbereich. Kinderkarte und Hochstuhl sind auch hier vorhanden.

    • Massimo in Hout Bay

      Das italienische Restaurant liegt ebenfalls direkt an der Hauptstraße von Hout Bay. Wir haben dort die leckeren Pizzen aus dem Steinofen und den Nachtisch getestet. Es gibt einen riesigen Outdoorbereich mit Spielplatz und Wiese. Hochstühle und Kinderkarte sind wie immer vorhanden.

      Spielplatz Pizzeria Massimo in Hout Bay

      Spielplatz Pizzeria Massimo in Hout Bay

  • Märkte

    In Südafrika gibt es viele tolle Märkte, die von Lebensmitteln über Unterhaltung bis Kunstgewerbe alles bieten können. Folgende Märkte in Kapstadt und näherer Umgebung legen wir euch ans Herz:

    • Hout Bay Harbour Market

      Dieser tolle Indoormarkt findet jeden Freitagabend sowie samstags und sonntags bis 16h am Hafen statt. Künstler und Designer der Region bieten hier ihre Ware an. Zusätzlich gibt es einige Essens- und Getränkestände, mit süßen und herzhaften Leckereien, die man zur Livemusik an den vielen Sitzgelegenheiten verzehren kann.
      Unsere kulinarischen Tipps sind der Gemsbok-Burger (Oryx), die Pizzen, die leckeren Cheese-Cakes und das 100% Roggenbrot.

      Hout Bay Harbour Market

      Hout Bay Harbour Market

    • Kirstenbosch Kraft Market

      Dieser Markt findet einmal im Monat gegenüber des Botanischen Gartens ins Kirstenbosch statt. Händler der Region bieten dort selbstgemachte schöne Dinge und leckeres Essen an. Selbstverständlich gibt es auch hier Livemusik.
      Unsere kulinarischen Tipps: Die gepressten Säfte sind super lecker genauso wie der Falafel-Sandwich. Das Roggenbrot konnte uns hier nicht überzeugen.

    • Green Market

      Der Markt auf Südafrikas ältestem Marktplatz dem Green Market Square mitten in der Innenstadt von Kapstadt findet täglich statt. Der Platz ist von hübschen Gebäuden umgeben und an den Ständen findet man überwiegend Souvenirs, Kleidung und Kunsthandwerk, das von bemalten Textilien über Instrumente bis hin zu Holzschnitzereien und Schmuck reicht. Musikalische und tänzerische Darbietungen sind ebenfalls häufig vorzufinden.

      Green Market Kapstadt

      Green Market Kapstadt

    • Oranjezichtmarket und Neighbourgoods Market

      Diese zwei Märkte haben wir leider verpasst, wollen wir aber dennoch erwähnen, weil wir von dem kulinarischen Angebot viel gelesen haben. Der Oranjezichtmarket ist umgezogen und befindet sich nicht mehr in Oranjezicht sondern an der Waterfront.

  • Roadtrips

    In der Kapregion gibt es unglaublich schöne Straßenabschnitte die einem teilweise atemberaubende Ausblicke auf die Küste, Täler oder/und die umgebenden Berge bieten. Hier findet ihr unsere Favoriten:

    • M6 zwischen Hout Bay und Camps Bay

      Unsere Lieblingsstraße führt einige Kilometer an der Küste entlang und eröffnet einen unglaublich schönen Ausblick auf das Meer, die 12 Apostel und den Lions Head.

      Blick von der M6 auf Llandudno

      Blick von der M6 auf Llandudno


      M6 zwischen Hout Bay und Camps Bay mit Lions Head

      M6 zwischen Hout Bay und Camps Bay mit Lions Head

    • Chapmans Peak Drive

      Der wohl bekannteste Drive auf der Kaphalbinsel ist die Straße entlang der Küste zwischen Hout Bay und Noordhoek. Gegen eine kleine Mautgebühr kann man immer entlang der Steilküste fahren und zwischendurch auch gerne für einen Fotostopp in einer der Haltebuchten oder Picknickplätzen halten. Mit ein bisschen Glück könnt ihr von dort auch ein paar Wale sichten.

      Chapmans Peak Drive

      Chapmans Peak Drive

    • M4 an der False Bay ab Muizenberg

      Diese nette Küstenstraße führt durch nette kleine Örtchen entlang der False Bay, oft mit Blick auf das Meer.

    • Boyez Drive zwischen Kalk Bay und Muizenberg

      Der Boyez Drive liegt am Hang oberhalb der Küstenstraße zwischen Kalk Bay und Muizenberg und bietet wunderschöne Ausblicke auf die Küste und Muizenberg.

    • R321/R45 zwischen Grabouw und Franschoek

      Will man die Weinanbaugebiete rund um Franschoek und Stellenbosch besuchen lohnt es sich ungemein die R321/R45 über Grabouw zu fahren. Die Straße führt wunderschön durch die Berge und hält tolle Ausblicke auf die Küste und die Weinanbaugebiete bereit.

      Franschoek Pass

      Franschoek Pass

  • Strände

    Obwohl wir vier Wochen in der Kapregion waren, haben wir nicht so viele Strände getestet, wie man meinen könnte. Hier unsere Favoriten:

    • Llandudno Beach

      Dieser Strand ist beliebt bei Surfern. Für kleine Kinder sind die Wellen meist zu hoch. Dennoch gehört er zu unseren liebsten Stränden, da die Bucht wunderschön ist. Man kann vor schöner Kulisse picknicken, im Sand spielen oder auf den Felsen klettern. Hier findet sich eher die betuchtere Bevölkerung ein – kein Wunder, die Grundstücke am Hang sind Millionen Euro wert und gehören zu den teuersten der gesamten Kapregion.

      Llandudno Beach

      Llandudno Beach

    • Hout Bay

      Dieser Strand liegt geschützt in der Bucht von Hout Bay. Eine lange Kaimauer trennt den Hafen vom Strand. Bei wenig Wind können die Kinder hier schön am und im Wasser spielen.

      Strand und Bucht von Hout Bay

      Strand und Bucht von Hout Bay

    • Camps Bay

      Links neben dem Hauptstrand gibt es ein Gezeitenbecken und einen Spielplatz, was für unsere Kinder ideal war. So konnten die beiden im etwas wärmeren Wasser ohne Brandung spielen und wir die beeindruckende Kulisse der 12 Apostel genießen.

      Gezeitenbecken in Camps Bay

      Gezeitenbecken in Camps Bay


      Camps Bay Beach

      Camps Bay Beach

    • St James

      Auch St James verfügt über ein Gezeitenbecken sowie viele kleine Felsen, die zum Klettern einladen. Der Strand ist sehr klein, so dass man recht eng beieinander sitzt. Die bunt bemalten Strandhütten sind ein bekanntes Foto-Motiv und hübsch anzuschauen.

      Strand von St. James

      Strand von St. James

    • Boulders Beach

      Dieser für seine Pinguin-Kolonie weltweit bekannte kleine Strand liegt am südlichen Ende der kleinen Stadt Simon’s Town. Will man sich die Pinguine anschauen sowie den Strand besuchen, muss man zwar Eintritt zahlen, aber es lohnt sich. Mit ein bisschen Glück trifft man beim Baden im Meer auf einen Pinguin oder es watschelt sogar einer direkt am Badehandtuch vorbei. Ein tolles Erlebnis!

      Boulders Beach

      Boulders Beach

  • Sonstige Unternehmungen

    Kapstadt und seine nähere Umgebung bietet eine Fülle von Unternehmungsmöglichkeiten mit Kindern, so dass wir selbst nach unserem vierwöchigen Aufenthalt das Gefühl haben nur einen Bruchteil gesehen zu haben.
    Da wir zu jedem dieser Ausflüge bereits in unseren Reiseberichten etwas geschrieben haben, sind diese hier nur verlinkt. Nähere Infos findet ihr dann dort.

Nicht alles war toll – Was sich für uns nicht gelohnt hat:

  • World of Birds

    Im World of Birds könnt ihr zahlreiche Vögel sowie einige andere Tiere wie Affen, Schildkröten, Erdmännchen oder ein Stachelschwein bestaunen. Das Sanctuary ist jedoch nicht so schön gestaltet wie man es von hiesigen Zoos gewohnt ist. Es wirkte alles ein bisschen heruntergekommen. Der Spielplatz war eher eine Spielecke mit zum Teil kaputten und wenig einladenden Spielgeräten. Wir finden, dass Südafrika deutlich schönere Gelegenheiten bereit hält diesen Tieren nahe zu kommen.

  • Promenade von Sea Point bis Mullie Point

    Als wir von dieser Promenade gelesen haben dachten wir an eine belebte Promenade in einer schönen Umgebung und mit Einkehrmöglichkeiten. Dieser Küstenstreifen liegt jedoch an einem Wohngebiet, mit eher trist anzuschauenden mehrstöckigen Häusern. Restaurants oder Cafés gibt es nicht. Es gibt jedoch einige Spielplätze und am Mullie Point sogar einen großen, den unsere Kinder auch toll fanden. Dafür dort extra hin zu fahren lohnt sich unserer Ansicht nach aber nicht.

  • Robben Island

    Wir haben uns bereits im Vorfeld bewusst gegen einen Besuch der Gefängnisinsel Robben Island entschieden. Es hätte uns zwar sehr interessiert, diese geschichtsträchtige Insel zu besuchen, allerdings wäre es unserer Einschätzung nach mit unseren zwei kleinen, bewegungsfreudigen Kindern kein Vergnügen geworden. Nach unserem Kenntnisstand ist die gesamte Tour auf Erwachsene oder zumindest ältere Kinder zugeschnitten. Nach dem Übersetzen (30 minütige Schiffsfahrt) auf die Insel fährt man mit einem Bus über den südlichen Teil der Insel u.a. zum Kalksteinbruch und anschließend zum Gefängnis, das man mit einem Führer besichtigt. Auf der Insel hält man sich 2,5 bis 3 Stunden auf. Da der gesamte Aufenthalt auf der Insel als geführte Tour organisiert ist, mussten wir leider Abstand von einem Besuch nehmen. Vielleicht kommen wir ja irgendwann noch einmal wieder, wenn die Kinder älter sind.

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