Permalink

2

Tongariro Alpine Crossing mit Baby

Das Tongariro Alpine Crossing ist eine der beliebtesten Tageswanderungen Neuseelands. Sie führt durch den Tongariro Nationalpark und wird in der High Season von mehr als 700 Menschen täglich gewandert. Diese hochalpine Wanderung in bis zu 1800 m Höhe ist knapp 20 km lang und führt vorbei an Geröllfeldern, dampfenden Felsspalten, smaragdgrünen Seen und Vulkankratern.

Wenn man einmal die unglaublich schönen Bilder von den verschieden farbigen Kraterseen sieht, will man sie auch live erleben.

Emerald Lakes
Emerald Lakes

Doch kann man diese Wanderung auch mit einem bewegungsfreudigen Baby machen? Wir sind uns lange nicht sicher, schließlich soll man sieben bis acht Stunden unterwegs sein, je nachdem welche Quelle man zu Rate zieht. Das ist eine ganz schön lange Zeit für ein Kind um zufrieden in der Kraxe zu sitzen. Auch das schnell wechselnde Wetter und die wenig kinderfreundliche Umgebung lassen uns bei unseren Reisevorbereitungen wanken.
Letztlich trauen wir uns aber doch und brechen ein wenig aufgeregt, aber gut vorbereitet bei strahlendem Sonnenschein am frühen Morgen von unserem Freedom Camping Spot am südlichen Ende des Lake Taupo zum Crossing auf. Wir fahren zunächst nach Ketetahi, unserem Endpunkt der Wanderung. Hier wartet ein Shuttlebus, den wir bereits am Vorabend gebucht haben. Gemeinsam mit vielen anderen Wanderern werden wir zum Startpunkt der 19,4 km langen Wanderung nach Mangatepopo gebracht.
Schnell wird am Startpunkt noch ein Bild gemacht und schon geht es entlang eines Baches los. Wie an einer Perlenkette aufgereiht wandern wir mit zahlreichen anderen Touristen über Holzplanken.

Tongario Alpine Crossing Holzplankenweg
Holzplankenweg nahe Soda Springs

Man merkt deutlich, dass der Track einige Tage wegen schlechten Wetters gesperrt war und viele auf einen Tag mit guter Wettervoraussage gewartet haben. Der Massentourismus und der dafür extra angelegte Weg trüben ein wenig das ansonsten schöne Wandererlebnis.
Wir wandern sehr zügig, weil unsere Kleine eingeschlafen ist und wir die ungestörte Wanderzeit nutzen wollen, um viel Strecke zu machen. Beim ersten Aufstieg beginnt sich das Feld langsam zu entzerren und wir genießen die Wanderung. Mit den ersten Höhenmetern wird die Aussicht auch immer schöner und wir blicken auf eine riesige karge Vulkanlandschaft.
Unsere Kleine ist mittlerweile von ihrem Vormittagsschläfchen wach geworden und wir unterhalten sie mit Späßchen und dem mitgebrachten Proviant. Am steilsten Abschnitt, dem ausgesetzten Anstieg zum Red Crater, wird das Klima rauer. Es ist sehr windig und deutlich kälter. Unsere Kleine findet die die ungemütlichen Bedingungen gar nicht toll und beschwert sich lauthals. Zum Glück haben wir auch unsere Babytrage dabei, so dass wir sie aus der Kraxe herausnehmen können und sie sich im Bondolino eng an Volker kuscheln kann. Dort schläft sie kurze Zeit später wieder ein und wir können den restlichen Aufstieg bewältigen. Oben angekommen genießen wir den unglaublich schönen Ausblick auf die Emerald Lakes. Die immer noch strahlende Sonne lässt die Farbe des Wassers wunderschön aussehen.
Den abwärtsführenden Geröllpfad gehen wir vorsichtig hinunter und genießen das beeindruckende Panorama.

Red Crater und Mount Tongariro
Red Crater und Mount Tongariro im Hintergrund

Da unsere Kleine immer noch schläft machen wir nur ein paar Bilder und keine Pause wie die meisten Wanderer, die am Blue Lake ankommen, sondern wandern zügig weiter.

Blue Lake
Blue Lake

Wir folgen einem schönen Pfad vorbei an kleinen Schneefeldern, rauchenden Nebenkratern, die uns daran erinnern, dass wir auf einem aktiven Vulkan unterwegs sind. Das Ende der Wanderung geht in Serpentinen hinunter Richtung Parkplatz. Unsere Kleine wird wieder wach und verlangt nach Bewegung. So kommt es, dass wir etwa zwei km vor dem Ziel unsere erste Pause machen. Nach einer Dreiviertelstunde setzen wir sie wieder in die Kraxe und laufen die letzten Meter bis zum Camper.

Fazit

Wir sind sehr froh darüber, dass wir es gewagt haben, das Crossing mit Kind zu laufen und können es für andere Eltern, die unter ähnlichen Bedingungen den Track gehen wie wir, empfehlen. Dank einer guten Fitness konnten wir den Weg sehr zügig absolvieren, so dass wir für die Wanderung inklusive Pause sechs Stunden gebraucht haben. Mit Baby ist das eine machbare Dauer. Je länger die Wanderung dauert, desto herausfordernder wird es natürlich für die Eltern das Kind zufrieden zu halten.
Mit Kleinkindern, die selber laufen wollen, ist das Crossing eher weniger zu empfehlen, da die Wanderung für Kinder zu lang ist und es entlang des Tracks wenige kinderfreundliche Wege gibt. Spielmöglichkeiten gibt es ebenfalls nur eingeschränkt und am ehesten noch am Blue Lake.
Achtet bei der Entscheidung ob ihr dieses Abenteuer wagen wollt auf die Wettervoraussage. Wir können das Crossing nur bei guten Bedingungen empfehlen. Wenn das Wetter eine Wanderung mit Kind nicht zulässt, gibt es auch noch die Möglichkeit getrennt voneinander an zwei verschiedenen Tagen zu gehen. Wir haben eine Familie getroffen, die sich dafür entschieden hat, weil sie sich nicht vorstellen konnte mit einem Kleinkind auf dem Rücken zu wandern.

Hier haben wir euch zur Erleichterung eurer Vorbereitungen Tipps für euer Tongario Crossing zusammengestellt.

2 Kommentare

  1. Pingback: Abel Tasman Coast Track – bela-mondo.de

  2. Pingback: Unsere Tipps für dein Tongariro Alpine Crossing mit Baby – bela-mondo.de

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Wir nutzen Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen